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Zusammenleben in Biel

Die Grünen Biel setzen sich dafür ein, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner ungeachtet ihres Status mit voller Rechtssicherheit am Leben in der Stadt teilnehmen können und die für ihre Integration notwendige Unterstützung erhalten. Seien sie jung oder alt, französisch- oder deutschsprachig, Schweizer oder Schweizerinnen, Ausländerinnen oder Ausländer, reich oder arm: sie alle bilden die Ressourcen Biels.

Für die Grünen Biel sind die Quartiere die Orte der Wahl, um diese Ziele zu verwirklichen. So werden die Massnahmen, die wir vorschlagen, hauptsächlich die Entwicklung des Quartierlebens und der Quartierinfrastrukturen betreffen.

Chancengleichheit dank Rechtsgleichheit!

Die Grünen Biel wollen eine Sozialpolitik, die keine Abhängigkeit schafft, sondern den betroffenen Menschen hilft, ihre Unabhängigkeit zu bewahren oder wieder zu erlangen.
Wir wollen bestehende Infrastrukturen zu einem erschwinglichen Preis weiterentwickeln:
Krippen, ausserfamiliäre Betreuungsstrukturen,  Beschäftigungsprogramme, Begegnungszentren für Mütter und Väter, für Schweizerinnen und Schweizer, Ausländerinnen und Ausländer, Strukturen für begleitetes Wohnen und Freizeitzentren für die Jugend. Wir wollen, dass die Stadt die Unterstützung der Vereine und Initiativen weiterführt, die sich für das öffentliche Wohl einsetzen und Antworten für die aktuellen Probleme vorschlagen. Dank dieser Unterstützung konnten Projekte realisiert und Leistungen erbracht werden, die sich auf lange Sicht als unerlässlich herausgestellt haben wie z.B. Mittagstische für Schulen, Sprachkurse, begleitetes Wohnen u.a.m.
Wir wollen das Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer auf Gemeindeebene, weil sie einen wichtigen Beitrag an der Stadtentwicklung leisten.
Zuletzt schlagen wir die Schaffung von Quartiertreffs vor, als Begegnungszentren für wohnnahe Aktivitäten und Austausch.

Bildung und Kultur

Eine gute Bildung und eine lebendige Kultur sind die bevorzugten Mittel, um breite Schichten der Bevölkerung am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Stadt zu beteiligen und so der Stadtentwicklung selbst zu dienen.
Wir wollen, dass die Entscheidungskompetenzen bezüglich der Ziele und der Qualität der Schulen zwischen den gewählten Schulkommissionen, den Eltern, den Schülern, den Lehrern und den Verwaltungsbehörden gemeinsam wahrgenommen werden. Wir sagen Nein zu einer ausschliesslich von Ämtern bestimmten Schule.
Wir wollen die Schulsozialarbeit an den Unter- und Oberstufen deutlich ausbauen.
Wir wollen ein für alle erschwingliches kulturelles Angebot, das selbstverständlicher Teil des Alltags ist. So verlangen wir höhere Subventionen für die Schulen, die den Lernenden den Zugang zu kulturellen Anlässen und Institutionen erleichtern und den Kulturvermittelnden auch Angebote ermöglichen, die nicht selbsttragend sein müssen.
 

Eine Politik, die aktiv auf die Jugendlichen zugeht!

Heutzutage ist der Übergang zum Erwachsenenalter für Jugendliche und junge Erwachsene schwierig und komplexer als früher. Sie brauchen geeignete, ihnen gehörende Räumlichkeiten, wo sie ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und ihre Persönlichkeit selbständig und möglichst ungestört ausprobieren und entwickeln können.
Wir werden ihre autonomen Zentren und Rückzugsorte wie AJZ, Projekt-X und Villa Fantaisie respektieren und schützen. Wir schlagen zudem vor, zusätzliche Infrastrukturen zu schaffen: sportliche (Skatepark, BMX-Pisten) und soziale (ausserfamiliäre Strukturen speziell für die Bedürfnisse der 12-16jährigen).
Wir wollen, dass die Jugendlichen bei der Ausarbeitung und Realisierung der Programme, die sie betreffen, mitdenken, mitdiskutieren und mitentscheiden. Diese Form der Mitarbeit gewährleistet den Respekt der Infrastrukturen und somit auch ihre Langlebigkeit. Wir verlangen, dass die Stadt mehr Lehrstellen anbietet. Eine gute Ausbildung muss vor dem Militärdienst Vorrang haben.

Sozialvorsorge

Unser Ziel ist es, dass IV-Beziehende, Sozialhilfeempfangende, Jugendliche in Schwierigkeiten, Ausländerinnen und Ausländer in einem Klima des Vertrauens und gegenseitigen Respekts in Biel leben können.
Anstelle von Sozialdetektiven soll den Sozialdiensten genügend und gut ausgebildetes Personal zur Verfügung stehen. Durch professionelles Handeln kann wesentlich besser  Respekt vor den Regeln der Sozialhilfe durchgesetzt und Missbrauch verhindert werden.
Für junge Familien ist es unerlässlich, dass die effektiven Kinderkosten (Betreuung, Krankenkasse, Krankheitskosten usw.) vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können.
Wir fordern, dass die Zusammenarbeit mit den auf unsere älteren Mitmenschen spezialisierten Institutionen (insbesondere Pro Senectute) weitergeführt wird. Sie kennen die Bedürfnisse der Älteren am besten und sind ihre qualifiziertesten Begleiter.

Sicherheit

Keine Toleranz gegenüber jeder Form von Gewalt.
Eine sichere Stadt ist in erster Linie eine Stadt, in der die Sicherheit gewährleistet ist.
Die Grünen Biel setzen sich resolut gegen jede Form von Gewalt ein, insbesondere gegen Gewalt in der Beziehung und der Familie. Dem Gesetz soll hier mehr Nachdruck verschafft werden.
Feuerwaffen gehören weder unter Betten noch in Schlafzimmerschränke. Die Grünen Biel unterstützen die Initiative gegen Waffengewalt und engagieren sich dafür, dass alle ihre Dienst- oder persönlichen Waffen an einem gesicherten Ort abgeben können. Dies ist eine einfache und wirksame Präventionsmassnahme gegen Tötungsdelikte und Selbsttötungen.
Dem spezifischen Sicherheitsbedürfnis der Älteren muss durch geeignete Massnahmen Rechnung getragen werden.