Bieler Städteinitiative für nachhaltige Mobilität eingereicht

Mit über 2‘200 gültigen von insgesamt mehr als 2‘500 gesammelten Unterschriften hat das Komitee der Bieler Städteinitiative „zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs und des öffentlichen Verkehrs“ sein Begehren heute eingereicht. Die Unterschriften wurden in nur vier Monaten gesammelt. Die Initiative verlangt, dass der Anteil des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs in Biel in zehn Jahren um zehn Prozent erhöht wird. Dazu soll die Stadt ein Reglement mit konkreten Massnahmen erlassen.

Noch vor Jahresende haben heute Vertreterinnen und Vertreter von Parteien und Verbänden die im vergangenen Sommer lancierte Städteinitiative „zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs und des öffentlichen Verkehrs“ bei der Bieler Stadtkanzleieingereicht. Mit einem Bündel von Massnahmen sollen innert zehn Jahren die Anteile des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr um zehn Prozent erhöht werden.

Konkret braucht es mehr Fusswegverbindungen in der Innenstadt und den Quartieren. Ausserdem sollen die Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Daneben braucht es sicherere Veloverbindungen in der Stadt und in die Agglomeration. Der öffentliche Verkehr muss konsequent bevorzugt werden.

Städteinitiative nötiger denn je

Zwar unternimmt die Stadt bereits viel in diesen Bereichen. Leider gibt es aber noch viele Mängel und viele Projekte werden hinausgeschoben. Das hat Folgen: So hat jüngst eine Auswertung des Verkehrsverhaltens im Kanton Bern gezeigt, dass in Biel die öV-Nutzung nicht nur im Kanton Bern sondern schweizweit zu den tiefsten in Städten gehört. Umgekehrt ist der Anteil des Autos am Gesamtverkehr in der Agglomeration Biel am höchsten von allen Agglomerationen im Kanton Bern. Gleichzeitig ist die Auslastung des Autos in Biel mit 1,55 Personen pro Fahrzeug am tiefsten.

Der Handlungsbedarf ist riesig und in einer Zeit, in der allerorten Sparpakete geschnürt, gleichzeitig aber Steuergeschenke und Ausbauten für den klimaschädlichen Autoverkehr durchgesetzt werden, muss die Stadt eine neue Verkehrspolitik einleiten und die umweltfreundliche und preisgünstige Mobilität zu Fuss, mit dem Velo und dem öffentlichen Verkehr fördern.

Hintergrundinformationen zur Bieler Städteinitiative

Die Initiative wird getragen von rund einem Dutzend Bieler Parteien und Organisationen. Es sind dies die Grünen und die jungen grünen, welche die Initiativeangestossen haben. Weiter sind im Initiativkomitee vertreten der VCS, Pro Velo, Passerelle, die SP und die Juso, Vision 2035, die Grünliberalen, die Gruppe S, Fussverkehr Bern und der WWF. Unterstützt wird die Initiative ausserdem von umverkehR, welche die Initiative bereits erfolgreich in sechs weiteren Städten und Kantonen lanciert hat, sowie von Greenpeace und den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz (AEFU).

Von den seit vergangenem 31. Juli exakt 2‘517 gesammelten Unterschriften wurden 2‘231 gültig beglaubigt. Für das Zustandekommen eine Volksinitiative auf städtischer Ebene braucht es in Biel 2‘066 gültige Unterschriften, die innerhalb von sechs Monaten eingereicht werden müssen.

Communiqué als pdf