Stellungnahme Reglement über die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus

Die Grünen Biel begrüssen das Reglement über die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus und erachten es als zukunftsweisende Grundlage für die Zusammenarbeit der Stadt und Wohnbaugenossenschaften für den Erhalt und die Entwicklung von preisgünstigem gemeinnützigem Wohnungsbau.

Die Grünen befürworten dabei auch ausdrücklich den Einbezug der beiden von den Grünen unterstützten Initiativen „Bezahlbare Wohnungen“ und „Bezahlbare Wohnungen im Gurzelen“. Für eine ausgewogene Versorgung mit Wohnraum ist der gemeinnützige Wohnungsbau ein unverzichtbares Standbein in der Stadt Biel Der stetige Rückgang des gemeinnützigen Wohnungsbaus am Wohnungsmarkt von rund 20% im Jahr 2000 auf knapp 16% ist daher beunruhigend. Fördermassnahmen zur Umkehr dieser Entwicklung sind aus Sicht der Grünen dringend nötig. Das Segment des gemeinnützigen Wohnens darf nicht an Bedeutung verlieren sondern soll ein substantielles Gewicht neben dem institutionellen Miet- und dem Eigentumswohnungsbau haben.

Der gemeinnützige Wohnungsbau ist auch ein ökologischer Wohnungsbau. Mit überdurchschnittlichen Investitionen in erneuerbare Energien und schonenden Umgang mit den Ressourcen nehmen die Genossenschaften vorbildlich Verantwortung für die Umwelt wahr. Dank einer sozialverträglichen Verdichtung ihrer Siedlungen mittels der Schaffung von mehr Wohnraum leben in den jüngsten genossenschaftlichen Ersatzneubauten in der Regel doppelt so viele Menschen wie vorher. Damit leisten die gemeinnützigen Wohnbauträger einen wichtigen Beitrag gegen die Zersiedelung der Landschaft und alle ihre Folgeprobleme wie Verkehrswachstum und Zerschneidung von Lebensräumen.

Mit dem Reglement erhält die Stadt Biel das rechtliche Instrumentarium, um die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus und die Zusammenarbeit mit den gemeinnützigen Bauträgern und deren Organisationen umzusetzen. Es knüpft damit auch an die bewährte Bieler Tradition, den privaten Wohnbaumarkt mit gemeinnützigem Wohnungsbau zu ergänzen und dafür eng mit gemeinnützigen Bauträgern zusammenzuarbeiten.

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